{"id":334,"date":"2015-01-14T11:44:32","date_gmt":"2015-01-14T10:44:32","guid":{"rendered":"http:\/\/initiativelayeconde.noblogs.org\/?p=334"},"modified":"2015-01-14T11:44:32","modified_gmt":"2015-01-14T10:44:32","slug":"10-todestag-von-laye-conde-gedenkaktion-am-7-01-15-um-17-30-h-gegenueber-der-kunsthalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/initiativelayeconde.noblogs.org\/?p=334","title":{"rendered":"10. Todestag von Laye Cond\u00e9 \u2013  Gedenkaktion am 7.01.15 um 17.30 h, gegen\u00fcber der Kunsthalle"},"content":{"rendered":"<p>Medien-Information vom 5.01.2015 <\/p>\n<p><strong>Initiative fordert einen Gedenkort f\u00fcr Laye Cond\u00e9 und die zwangsweise Brechmittelvergabe in Bremen und stellt m\u00f6glichen Standort daf\u00fcr vor<br \/>\n<\/strong><br \/>\nAus Anlass des 10. Todestages stellt die Initiative in Gedenken an Laye-Alama Cond\u00e9 einen m\u00f6glichen Platz f\u00fcr den geplanten Gedenkort f\u00fcr Laye Cond\u00e9 und die zwangs\u00adweise Brechmittelvergabe vor. In den letzten Jahren waren am 7. Januar stets provi\u00adsorische Denkm\u00e4ler errichtet worden. Nunmehr haben zwei Bremer K\u00fcnstler_innen einen Entwurf f\u00fcr einen dauerhaften Gedenkort erarbeitet; die Initiative hat bei der Kulturbeh\u00f6rde und den verantwortlichen Beir\u00e4ten entsprechende Antr\u00e4ge f\u00fcr einen Standort gegen\u00fcber der Kunsthalle gestellt.<br \/>\nIm Rahmen der diesj\u00e4hrigen Gedenkaktion, die an eben diesem Ort stattfindet, ist zu\u00addem die Dokumentation des Hearings \u00bbWer war beteiligt an der T\u00f6tung von Laye Cond\u00e9? Zur Rolle von Politik, Justiz, Polizei und Medizin. Von der Brechmittelfolter zum Racial Profiling\u00ab erh\u00e4ltlich, das im Juni 2014 auf dem Bremer Marktplatz stattge\u00adfunden hatte. Dort hatten langj\u00e4hrige Kritiker_innen der Brechmittelfolter den bruta\u00adlen und unnachgiebigen Konsens nachgezeichnet, der \u00fcber 13 Jahre in der Bremer Politik, Justiz oder bei der Bremer \u00c4rztekammer bez\u00fcglich der Vergabe von Brech\u00admitteln herrschte.<!--more--><\/p>\n<p>Die Initiative in Gedenken an Laye-Alama Cond\u00e9 erinnert allj\u00e4hrlich an den Tod von Herrn Cond\u00e9 im Polizeigewahrsam und fordert bereits seit Jahren einen Gedenkort, der mahnend erinnert, dass kein Mensch im Zuge staatlicher Ma\u00dfnahmen gequ\u00e4lt oder gar get\u00f6tet wer\u00adden darf.<br \/>\nDie diesj\u00e4hrige Gedenkaktion findet gegen\u00fcber der Kunsthalle Bremen statt \u2013 an dem Platz, den die Initiative den zust\u00e4ndigen Beir\u00e4ten und der Kulturbeh\u00f6rde zur Errichtung des Gedenkortes vorgeschlagen hat. \u201eDer Platz wurde mit Bedacht gew\u00e4hlt: einerseits mit Kon\u00adtakt zum Bremer &#8218;Viertel&#8216;, in der die Mehrzahl derjenigen festgenommen wurden, die zwi\u00adschen 1991 und 2004 der Brechmittelfolter unterzogen wurden. Andererseits mit Kontakt zur Innenstadt, wo sich mit der B\u00fcrgerschaft, der Justiz und bis 1999 dem Polizeipr\u00e4sidium die Institutionen befinden bzw. befanden, die ma\u00dfgeblich f\u00fcr den \u00fcber 1.000 maligen Einsatz von Brechmitteln zwischen 1991 und 2004 verantwortlich waren\u201c, so Gundula Oerter von der Initiative in Gedenken an Laye-Alama Cond\u00e9.<br \/>\nDas k\u00fcnstlerische Konzept des Gedenkorts besteht aus aus vier St\u00fchlen, wie sie in der westafrikanischen Region, aus der Laye Cond\u00e9 in die Bundesrepublik geflohen ist, ge\u00adbr\u00e4uchlich sind. Einer dieser St\u00fchle ist umgekippt; dieses Zeichen nimmt die T\u00f6tung Laye Cond\u00e9s ebenso auf wie den zivilisatorischen Bruch der langj\u00e4hrigen Brechmittelvergabe insgesamt. Mittels einiger Tonspuren werden Informationen \u00fcber Laye Cond\u00e9, seinen Tod und die Zeit der Brechmittelvergabe abrufbar sein, vertiefend wird es einen Link ins Internet geben. Daneben soll eine Gedenktafel mit einer erkl\u00e4renden und mahnenden Inschrift auf\u00adgestellt werden.<br \/>\nF\u00fcr die Finanzierung des Gedenkortes wurden bereits einige tausend Euro von Stiftungen und Privatpersonen bereitgestellt.<\/p>\n<p>Im Rahmen der diesj\u00e4hrigen Gedenkaktion gegen\u00fcber der Kunsthalle wird auch die Doku\u00admentation des Hearings vorgestellt, das die Initiative im Juni 2014 veranstaltet hatte. Dort stellten langj\u00e4hrige Kritiker_innen der Brechmittelvergabe wie der heutige Fraktionsvorsit\u00adzende von DIE GR\u00dcNEN\/B\u00fcndnis &#8217;90, Matthias G\u00fcldner, der praktische Arzt Hans-Joachim Streicher oder Danja Sch\u00f6nhofer und Mathias Brettner vom Anti-Rassismus-B\u00fcro aus un\u00adterschiedlichen Blickwinkeln dar, dass die Gefahren der Brechmittelvergabe f\u00fcr das Wohl\u00adbefinden und die Gesundheit der Betroffenen bei allen verantwortlichen Stellen bekannt wa\u00adren und sie diese Gefahren bewusst in Kauf nahmen. Volker M\u00f6rchen von der Initiative: \u201eW\u00e4hrend sich Polizeipr\u00e4sident Lutz M\u00fcller bei mehreren Gelegenheiten zur Verantwortung seiner Beh\u00f6rde bekannt hat, fehlt aus den Reihen der federf\u00fchrend verantwortlichen SPD, aber auch aus der Justiz sowie der \u00c4rztekammer bis heute noch jede \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr ein Verfahren, das 2006 vom Europ\u00e4ischen Menschenrechtsgerichtshof als Versto\u00df gegen das Folterverbot angesehen wurde\u201c.<br \/>\nDie Dokumentation ist ab 8. Januar bestellbar unter: initiative_layeconde@yahoo.de. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medien-Information vom 5.01.2015 Initiative fordert einen Gedenkort f\u00fcr Laye Cond\u00e9 und die zwangsweise Brechmittelvergabe in Bremen und stellt m\u00f6glichen Standort daf\u00fcr vor Aus Anlass des 10. 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